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Maurice Duruflé

(1902 - 1986)

 

Maurice Duruflé studierte am Pariser Konservatorium bei Noël und Jean Gallon, Paul Dukas, Louis Vierne und Charles Tournemire und gehört wie letztere zu den herausragenden Vertretern der von César Franck und Charles-Marie Widor begründeten großen französischen Organistenschule.

 

Seit 1930 war er Organist an der Pariser Kirche St. Étienne-du-Mont und bereiste Europa und Nordamerika als Konzertorganist.

 

1944 wurde er Professor für Harmonielehre am Conservatoire. 1953 heiratete Duruflé die Organistin Marie-Madeleine Chevalier (1921-1999), eine Schülerin Marcel Duprés, mit der er auch oft gemeinsam auftrat.

Beide erlitten am 29. Mai 1975 einen schweren Autounfall, der die Organistenkarriere Duruflés beendete.

 

Sein letztes Werk, der kurze Chorsatz Notre-Père, entstand 1977. Maurice Duruflé starb 1986 im Alter von 84 Jahren in Paris.

 

Duruflé schrieb vor allem geistliche Vokal- und Orgelmusik. Obwohl er sein Leben lang komponierte, hat er nur einen Bruchteil seines Schaffens zur Veröffentlichung freigegeben. Sein von der Spätromantik, dem Impressionismus und dem Gregorianischen Choral beeinflusstes Gesamtwerk umfasst nur 14 mit Opuszahl versehene Werke, die sich jedoch ausnahmslos durch großes Können und hohe Originalität auszeichnen.

 

Unter den Orgelwerken ragen die Suite op. 5 von 1932, sowie das 1942 entstandene Prélude et Fuge sur le nom d'Alain op. 7 hervor.

 

Requiem

(1947)

 

Berühmt wurde das Requiem von Maurice Duruflé für Soli, Chor, Orgel und Orchester, welches als Meisterstück französischer Kirchenmusik anerkannt ist.

 

1887 bis 1900 komponierte Gabriel Fauré sein Requiem, das durch eine elegante, raffinierte Kirchenmusik des schönen Scheins den Menschen erhebt und von der Not des Leidens ablenkt. Maurice Duruflé greift die besondere Stimmung der Fauré'schen Vertonung auf und intensiviert sie noch.

 

Anders als seine Vorgänger schließt Duruflé die alten gregorianischen Melodien der Totenmesse auf geniale Weise mit in sein Werk ein. Sie wirken nicht archaisch, sondern führen zu einer Objektivierung, nehmen eine allzu persönliche Sensibilität wieder zurück.

 

Duruflé schreibt selbst dazu: "Das ... Requiem basiert gänzlich auf Themen der gregorianischen Totenmesse. Manchmal habe ich den exakten Notentext übernommen, wobei die Orchesterpartie nur unterstützt oder kommentiert, an anderen Stellen diente er mir lediglich als Anregung ... Im allgemeinen war ich bestrebt, meine Komposition ganz und gar von dem besonderen Stil der gregorianischen Themen durchdringen zu lassen."

 

Quelle: Wikipedia