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Antonin Dvorák

1841 - 1904

 

Antonin Dvorák war von 1857 bis 1859 Schüler der Prager Organistenschule, dann bis 1873 Bratschist in der Kapelle von Komzàk, dem späteren Interimstheaters in Prag.

Durch die Empfehlungen von Hanslick und Brahms erhielt Dvorak von 1874 - 1878 ein österreichisches Staatsstipendium.

 

In diesen Jahren prägte sich Dvoraks Individualität als Komponist mehr und mehr aus, und der Weg zum Welterfolg begann sich zu öffnen, als der Verleger Fritz Simrock in Berlin 1878 Dvoraks Klänge aus Mähren und die "Slawischen Tänze" herausgab und die Dirigenten Hans von Bülow und Hans Richter sich für seine Werke einzusetzen begannen. 

 

Nachdem Dvorak 1873, reich an praktischer Erfahrung, aus dem Orchester ausgeschieden war, übernahm er die Organistenstelle an der St. Adalbertskirche in Prag.

Die wachsende internationale Anerkennung seines Schaffens machte ihn allmählich wirtschaftlich unabhängig und führte ihn auf ausgedehnte Konzertreisen ins Ausland. 

Insbesondere in England und Rußland feierte er große Erfolge.

 

1890 wurde er Ehrendoktor der Universität in Cambridge und 1891 der Tschechischen Universität in Prag, im gleichen Jahr übernahm er eine Professor am Prager Konservatorium. 

Diese Lehrtätigkeit führte er bis an sein Lebensende durch, unterbrochen lediglich in den Jahren 1892-1895, in denen er Direktor des privaten Nationalkonservatoriums in New York war. Das Prager Konservatorium hatte Dvorak 1892 zu seinem künstlerischen Direktor und 1901 zu seinem Leiter bestellt. Der Erfolg vieler seiner Werke hat ihm ungezählte ehrenvolle Auszeichnungen in seiner Heimat und in der ganzen Welt eingebracht.

 

 

Messe in D

1887

 

Kirchenwerke gehören zu den bedeutenden Schöpfungen Antonin Dvoráks. Die Messe in D nimmt dabei eine Sonderstellung ein.

Formal durchaus gross angelegt, war sie in der Originalbesetzung für eher bescheidene Verhältnisse gedacht. Denn es handelte sich um ein Auftragswerk für einen Prager Architekten zur Einweihung einer Kapelle auf dessen Gut in Südwestböhmen.

 

Dvorák schrieb die Messe, wie er in einem Brief an den Auftraggeber sagt, als sein persönliches Zeugnis von "Glaube, Hoffnung und Liebe zu Gott", und er schrieb sie "zur Ehre unserer Kunst". Mit seinen originellen, im Melos manchmal volkstümlich bzw. volksliedhaft geprägten Gedanken und seinem harmonischen Reichtum stellt sich sein Werk in den liturgischen Dienst einer Gottesverehrung, die eher von lyrischer Meditation als von dramatischer Unmittelbarkeit gekennzeichnet ist. 

 

Quelle: Wikipedia