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Das Schleswig-Holsteinische Sinfonieorchester 

 

Das Schleswig-Holsteinische Sinfonieorchester ist Teil der Schleswig-Holsteinischen Landestheater und Sinfonieorchester GmbH, die 1974 aus den bis dahin selbständigen Stadttheatern in Flensburg, Rendsburg und Schleswig sowie dem Nordmark-Sinfonie-Orchester gegründet wurde.

 

Sitz des Musiktheaters und Orchesters ist Flensburg. 

Dr. Horst Mesalla, Generalintendant von1974 bis 2000, erreichte eine personelle Vergrößerung des Orchesters und die Einstufung des Klangkörpers in die höhere Tarifgruppe B im Jahre 1978. 

 

Das relativ junge, ambitionierte Orchester verfügt heute über 59 Musiker mit solistischen Qualitäten, die ihr Können auch in den Sinfonie- und Kammerkonzerten unter Beweis stellen.

Neben den Abonnementskonzerten, Kinder- und Jugendkonzerten, den zur Tradition gewordenen Gemeinschaftskonzerten mit dem Sonderjyllands-Sinfoniorkester und dem Flensburger Bach-Chor (Leitung: Matthias Janz) gehört die Begleitung von Opern-, Operetten-, Musical- und Ballettaufführungen zu den vielfältigen anspruchsvollen Aufgaben des Klangkörpers.

 

Das Schleswig-Holsteinische Sinfonieorchester wurde von folgenden Generalmusikdirektoren geleitet: 1974-79 Russlan Raytscheff, 1979-87 Hector A. Urbón, 1987-93 Gerhard Schneider, 1993-98 Joachim Willert. Von 1998 bis 2002 setzte Per Borin als GMD mit der Pflege skandinavischer Musik einen wichtigen inhaltlichen Schwerpunkt. Er folgte im Sommer 2002 einer Berufung als Professor an die Musikhochschule Stuttgart. Von 2002 bis 2007 leitete Gerard Oskamp den Klangkörper. 

 

Seither ist der Mihkel Kütson Generalmusikdirektor, der mit den Dirigaten der

Opern „Wozzeck“, „Hoffmanns Erzählungen“, „Tannhäuser“ und „Doktor Faust“ sowie mit der Leitung der Sinfoniekonzerte dem Orchester neue Impulse gab.

 

Die Anfänge des Schleswig-Holsteinischen Sinfonieorchesters reichen zurück bis ins Jahr 1920, als die Stadt Flensburg aus 40 qualifizierten Musikern, die im Ersten Weltkrieg als  Militärmusiker gedient hatten, das „Flensburger Städtische Orchester“ (Leitung: Viktor Wolfgang Schwarz) gründete.

 

1924 übernahm Klaus Barth die Leitung des Orchesters,  das bald auch in Schleswig, Husum, Eiderstedt und Nordschleswig konzertierte, zusätzlich die Musik im Stadttheater übernahm und im Sommer als Kurorchester u.a. auf den Nordfriesischen Inseln, Helgoland und in Bad Ems wirkte. 

 

Die Folgen der Weltwirtschaftskrise führten 1930 zur Auflösung des Klangkörpers. Etwa zwei Jahre später konnten durch Gelder aus Berlin die entlassenen Musiker wieder eingestellt werden. Die Konzerte der Saison 1932/33 fanden erstmals im neu eröffneten Deutschen Haus statt.

 

1933 wurde Klaus Barth von den Nationalsozialisten abgesetzt, der Klangkörper in Grenzland-Orchester umbenannt (Leitung 1933-37 Johannes Röder). 1938-44 übernahm Otto Miehler die Leitung, der auch nach Kriegsende von der britischen Militärregierung den Auftrag erhielt, ein „Flensburg Municipal Orchestra“ zu gründen. 

 

1950 beschloss die Ratsversammlung aus finanziellen Gründen die Auflösung des Orchesters. Ein neu gegründeter Zweckverband sorgte für den Erhalt des Ensembles, das von nun an den Namen Nordmark-Sinfonie-Orchester trug. Heinrich Steiner, der als GMD die Leitung der Konzerte und auch der Musiktheateraufführungen im Stadttheater übernahm, prägte während seiner 23jährigen Tätigkeit in dieser Funktion das Orchester maßgeblich. Steiner gelang es, die Anzahl der Musiker auf 55 zu erhöhen. Er erweiterte die Konzerttätigkeit über die Landesgrenzen hinaus, gab Gastspiele in Kopenhagen und Malmö und  initiierte die Gemeinschaftskonzerte mit dem Sonderjyllands Sinfoniorkester, die zu Höhepunkten der Saison und zu einer bis heute gepflegten Tradition wurden.