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Louis Vierne

(1870 - 1937)

 

Trotz einer schweren Sehbehinderung wurde Louis Viernes musikalische Begabung schon früh entdeckt. 

 

Er erhielt Unterricht am Klavier und an der Violine und ab 1887 Orgelunterricht bei Louis Lebel und dessen Nachfolger Adolphe Marty. Seit 1889 nahm Vierne Unterricht in Fuge bei César Franck. Sein Studium am Conservatoire de Paris, an dem er bereits vorher als Zuhörer Francks Orgelklasse besucht hatte, schloss er 1894 bei dessen Nachfolger Charles-Marie Widor mit einem ersten Preis in Orgelspiel und Improvisation ab.


1892 ernannte Widor seinen Schüler Vierne zum Stellvertreter an der Orgel der Pariser Kirche Saint-Sulpice. Nach Viernes erstem Preis in Orgel 1894 wurde er zusätzlich Widors Assistent in der Orgelklasse am Pariser Konservatorium.

 

Im Jahre 1900 wurde Louis Vierne zum Titularorganisten der Kathedrale Notre-Dame de Paris ernannt, eine Stelle, die er bis zu seinem Tode innehatte.

 

Darüber hinaus arbeitete er als Assistent von Alexandre Guilmant, Widors Nachfolger als Orgelprofessor am Pariser Konservatorium, und unterrichtete in dieser Position zahlreiche bedeutende Organisten der folgenden Generation in Frankreich.
1911 kündigte Vierne seine Anstellung am Conservatoire und wechselte als Orgelprofessor zum kirchenmusikalischen Institut Schola Cantorum.

 

Trotz großer gesundheitlicher Einschränkungen unternahm Vierne Konzertreisen durch Europa und die Vereinigten Staaten, auf denen er auch als brillanter Improvisator hervortrat. Vierne starb 1937 während eines Orgelkonzerts am Spieltisch seiner Orgel in Notre-Dame an den Folgen eines Gehirnschlags.

 

Zu Viernes Schülern zählen Alphonse Schmitt, Augustin Barié, Lili Boulanger, André Fleury, Maurice Duruflé, und Adrien Rougier.

 

Messe Solennelle

(1900)

 

Die von Louis Vierne komponierte Messe ist für Chor und zwei Orgeln konzipiert und gilt als ein kompositorisches Wagnis, treffen doch zwei große symphonische Klangkörper aufeinander ...

 

Quelle: Wikipedia