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Zum Weihnachtskonzert der Cappella Sankt Nikolai mit festlichen Barockkantaten von Michael Praetorius, Vincent Lübeck
, Dietrich Buxtehude und Marc-Antoine Charpentier („Messe de Minuit) am 18. Dezember 2016:

 

" ... Die Capella St. Nicolai und die Hamburger Ratsmusik unter Michael Mages führten am Abend des 4. Advents die anspruchsvollen Zuhörer auf musikalischen „Nebenwegen“ hin zur Weihnachtsbotschaft: Statt laut schmetternder Trompeten und machtvoll tönender Pauken begleiteten fröhlich jubelnde Flöten, eher weich klingende Barockinstrumente den frohen Gesang des Chores. Ein Reiz des Programms lag in dem Kontrast zwischen der französischen Art, weihnachtliche Freude in für unsere Ohren ungewohnt lebendigen, geradezu beschwingt-tänzerischen Formen und Rhythmen auszudrücken, während die Kantaten Buxtehudes und Lübecks einen eher ernsteren, weniger leichten Charakter tragen.
Das einende Band zwischen allen Musikstücken stellte das weihnachtliche Volkslied dar, das französische vergnügt, mit ungewöhnlichen Rhythmen, das deutsche eher getragen. Die Capella St. Nikolai bezauberte die Zuhörer mit ihren klaren, sicheren und reinen Stimmen, die die Feinheiten und Arabesken der barocken Stimmführung zum Ausdruck brachten. Alle Stimmlagen waren gleichermaßen mit ihrem hohen Engagement beteiligt, die unterschiedlichen Farbschattierungen der Kompositionen in lebendiger Weise zu gestalten und auszusingen. Herauszuheben besonders auch die Sopransoli: kleine musikalische Edelsteine.
Das Zusammenwirken von Chor und den Instrumentalisten der Hamburger Ratsmusik war absolut professionell: beseelt aufspielende Streicher, zum Verlieben schöne Flötenklänge, ein Orgelcontinuo, das alle Fäden zusammenhielt, warmes, vibratofreies Spiel, das zusammen mit dem großen Können des Chores für erfrischende musikalische Transparenz sorgte.Pelle Hansens heller, warmer Tenor verlieh den Schemelli-Liedern solistischen Glanz, den französischen Noëls die ihnen gebührende schlichte Farbe."


(Albrecht Sanner)

 

 


 

 

Zur Aufführung  des Requiem von Maurice Duruflé (und den Motetten von Felix Mendelssohn Bartholdy und Johann Hermann  Schein) am 7. November 2009 im Rahmen der Festwochen zur Orgelweihe:

 

"... Verhaltener Jubel, gewaltige Klanggebirge, polyphones Gewebe ...  Der Chor (= die Cappella Sankt Nikolai) unter Michael Mages' umsichtiger Leitung bewies sein immenses stimmliches wie stilistisches Können in der Zartheit des dreifachen Piano, aber auch in den wenigen dramatischen Fortissimo-Aufschwüngen ... Der komplexe Klang des Ensembles „Ars Musica“ mit seiner noblen dynamischen Zurücknahme tat ein Übriges, um im Zusammenspiel mit Orgel und Chor die Seele letztlich ins Paradies zu geleiten – eine irisierend sphärische Wanderung aus sanften Tongirlanden, polyphonem Gewebe und mystisch anmutenden Klangkonstrukten. Sanftes Hinübergleiten als unspektakulärer Abschluss eines ungewöhnlich stimmigen Konzertes."

 

(Ursula Raddatz)